Grenzenlos

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So etwas passiert nur einmal - zumindest nur einmal alle vier Jahre! Am 29. Februar 2012 regnet es Geld. Mit einem weiteren Dreijahrestender stellt die EZB erneut auf äußerst generöse Weise Liquidität zur Verfügung.

Das war ein Paukenschlag im Dezember letzten Jahres, als die europäische Zentralbank (EZB) ankündigte, den Banken in Euroland unbegrenzte Liquidität für drei Jahre anzubieten - zu einem (anfänglichen) Schnäppchenzins von 1%. Über die Wirkungen dieser Maßnahme haben wir im Blog bereits ausführlich berichtet.

Nun steht eine Wiederholung an. Und auf diese bereitet sich der Markt richtiggehend vor. War der erste Tender so unglaublich und neuartig, dass nur die wenigsten Beobachter damals zeitnah die Bedeutung erkannten, sieht es diesmal anders aus. Vor allem die Salesabteilungen der Investmentbanken wittern hier die Chance auf ein großes Geschäft!

Banken in ganz Europa werden aufgefordert, dieses Geldgeschenk eifrig zu nutzen. Die gute Performance von Aktien und Anleihen (selbst von angeschlagenen Euro-Staaten) haben den Anlegern zudem vor Augen geführt, wie leicht es ist, bei diesen großzügigen Konditionen einen Schnapp zu machen.

Damit das ganze auch bei der Rekord-Refinanzierung Ende des Monats funktioniert, muss der clevere Anleger sicherheitshalber in Vorleistung gehen. Sprich: er investiert jetzt schon die Mittel zu noch vielversprechenden Konditionen, bevor die anderen "Dummen" erst nach der Tenderzuteilung in den Markt einsteigen. Ein narrensicheres Geschäft? Bald ist ja Karneval.

Wo liegt der Haken? Genau diese Frage scheint sich derzeit kaum ein Investor zu stellen. Uns fallen wie immer ein paar Punkte dazu ein, über die es sich zumindest nachzudenken lohnt.

Billiges Geld mag derzeit "grenzenlos" vorhanden sein. Grenzenlos optimistisch, gar naiv, sollten Investoren deshalb aber nicht agieren.

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