Große Zuversicht zum Jahresstart -- sentix EBI auf Allzeittief!

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Nach zwei Anstiegen in Folge sinkt der sentix Euro Break-up Index (EBI) zum Jahresstart auf ein neues Allzeittief von 13,3% nach 17,0% im Vormonat. Damit zeigt der Index an, dass derzeit nicht einmal mehr jeder siebte Anleger mit dem Austritt mindestens eines Landes aus der Eurozone in-nerhalb der nächsten zwölf Monate rechnet.

Dass der Index überhaupt noch im zweistelligen Bereich notiert, ist auf die Einschätzungen zu Griechenland und Zypern zurückzuführen. Allein für diese beiden Länder sieht die Gesamtheit der befragten Investoren im laufenden Monat noch nennenswerte Wahrscheinlichkeiten für einen bevorstehenden Euro-Exit. Doch selbst die nationalen EBI für diese beiden Länder im Südosten Europas sinken zum Jahresstart auf Allzeittiefs: für Griechenland auf 10,8% (nach 13,3%) und für Zypern auf 6,6% (nach 10,0%). Für alle übrigen Staaten liegen die EBI, die unter allen befragten Anlegern (also unter privaten und institutionellen) ermittelt wurden, nun bei jeweils unter 2%.

Auch die beiden anderen EBI-Sorgenkinder der letzten Monate, Frankreich und Italien, verhalten sich diesen Monat unauffällig. Für Frankreich scheinen die Reformen Hollandes gerade bei den institutionellen Anlegern gut anzukommen. Unter den Institutionellen rechnet im Januar keiner mehr mit einem baldigen Ausscheiden des zweitgrößten Eurolandes aus der Währungsunion. Für Italien sinkt der EBI nicht ganz so deutlich. Aber immerhin löst sich das Missverhältnis zwischen nationalen EBI und Renditen der Staatsanleihen für Italien auf der einen Seite und Spanien und Portugal auf der anderen nun etwas auf. Italienische Bonds erscheinen nun, gemessen an den nationalen EBI, im Verhältnis zu denen Spaniens und Portugals fairer bepreist als noch in den Vormonaten.

Betrachtet man ausschließlich die Gruppe der institutionellen Anleger, sticht unter deren Einschätzungen neben Griechenland und Zypern noch Portugal mit einem leicht erhöhten EBI-Wert von 2,5% hervor. Bei den Investmentprofis ist aber vor allem bemerkenswert, dass sie ansonsten praktisch von keinem anderen Euro-Land mehr eine Aufgabe der Gemeinschaftswährung in nächster Zeit erwarten. Denn die nationalen EBI liegen bei den Institutionellen für die restlichen Euro-Mitglieder bei jeweils unter 1%.

Eine solche Konstellation hat es seit Einführung des Indikators bisher nur einmal gegeben: nämlich genau vor einem Jahr, im Januar 2013 (s. Grafik). Damals wie heute zeigen die Investoren mit Beginn des neuen Jahres eine besonders hohe Zuversicht, dass die Euroland-Probleme in den kom-enden Monaten nicht mehr schlagend werden. Damit signalisiert der Euro Break-up Index – ähnlich wie der vor zwei Wochen veröffentlichte sentix-Konjunkturindex –, dass die Anleger Anfang 2014 die Euro-Krise weitestgehend ausgeblendet haben.

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Hintergrund zum sentix Euro Break-up Index

Der aktuelle Wert des sentix Euro Break-up Index in Höhe von 13,3% bedeutet, dass zurzeit dieser Anteil der befragten Anleger mit dem Ausscheiden mindestens eines Landes aus der Eurozone innerhalb der nächsten zwölf Monate rechnet. Seinen vorläufigen Höchststand hatte der sentix EBI in seiner nun 20-monatigen Historie mit 73% im Juli 2012 erreicht, sein Minimum vor Veröffentlichung des aktuellen Wertes stammte bisher mit 14,25% aus dem Oktober 2013. An der aktuellen Umfrage, die vom 23.01. bis zum 25.01.2014 durchgeführt wurde, beteiligten sich 947 private und institutionelle Anleger.

Der monatlich erscheinende sentix Euro Break-up Risk Index wird seit Juni 2012 jeweils in der vier-ten Woche eines Monats, parallel zu den sentix Positionierungsdaten, erhoben und am darauffolgenden Dienstagmorgen veröffentlicht. Die befragten Anleger haben die Möglichkeit, bis zu drei Länder zu nennen, mit deren Euro-Austritt sie innerhalb der nächsten zwölf Monate rechnen. Weitere Details und aktuelle Werte finden Sie unterhttp://ebr.sentix.de

 

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