Eurozone zeigt sich erneut gefestigt

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Der sentix Euro Break-up Index (EBI) fällt im Oktober zum vierten Mal in Folge und notiert mit 11,3% auf einem Jahrestief. Obwohl sich Europa mit der Flüchtlingskrise einer ernsten Herausforderung gegenüber sieht, führt dies nicht zu einer erneuten Verunsicherung über die Stabilität der Eurozone.

 Auch wenn die aktuelle Flüchtlingskrise in Europa zeigt, dass es immense kulturelle und politische Unterschiede in Europa gibt, strahlt dies derzeit nicht auf die Stabilität der Eurozone aus. Die aktuellen Entwicklungen überstrahlen sämtliche offenen und scheinbar gelösten Problembereiche rund um die Gemeinschaftswährung. Dass es solche aber nach wie vor gibt, wird durch die sichtbare Nervosität der Europäischen Zentralbank unterstrichen, die sich trotz vordergründiger Ruhe an den Finanzmärkten aufgefordert sieht, weitere monetäre Maßnahmen in Aussicht zu stellen.

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Vor diesem Hintergrund einer vorausschauend agierenden Notenbank stellt der erneute Rückgang des sentix EBI Index auf ein Jahrestief von 11,3% keine wirkliche Überraschung dar. Mit Ausnahme des Teilindex von Griechenland liegen alle Länderindizes unterhalb der 2%-Marke. Und selbst der griechische Index ist mit einem Stand von 9% auf ein Niveau gesunken, welches zuletzt im Herbst 2014 erreicht wurde. Vergleicht man die von den Anleger wahrgenommen, Austrittswahrscheinlichkeiten mit den Zinsaufschlägen der jeweiligen Staatsanleihen zu Bundesanleihen, signalisiert der sentix EBI Index unverändert moderate Performancechancen für griechische und portugiesische Anlehen.

Hintergrund

Der monatlich erscheinende sentix Euro Break-up Index wird seit Juni 2012 jeweils in der vierten Woche eines Monats erhoben und am darauffolgenden Dienstagmorgen veröffentlicht. Die befragten Anleger haben die Möglichkeit, bis zu drei Länder zu nennen, mit deren Euro-Austritt sie innerhalb der nächsten zwölf Monate rechnen. Weitere Details zum sentix Euro Break-up Index sowie aktuelle Werte finden Sie unter http://ebr.sentix.de.

Der aktuelle Wert des sentix Euro Break-up Index in Höhe von 11,3% bedeutet, dass zurzeit genau dieser Anteil der befragten Anleger mit dem Ausscheiden mindestens eines Landes aus der Eurozone innerhalb der nächsten zwölf Monate rechnet. Seinen vorläufigen Höchststand hatte der sentix EBI mit 73% im Juli 2012 erreicht. Sein Minimum stammt mit 7,6% aus dem Juli 2014.

An der aktuellen Umfrage, die vom 22.10. bis zum 24.10.2015 durchgeführt wurde, beteiligten sich 1.004 Investoren.

 

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