Eine Frage an Herrn Wulff

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Unser Bundespräsident Christian Wulff beantwortet zur Zeit gerne Fragen. Mehr als 400 wurden ihm bereits gestellt. Da möchten wir auch noch eine beisteuern!

Letztlich ist es eine einfache Frage. "Warum haben Sie sich, Herr Bundespräsident, ausgerechnet die BW Bank zur Finanzierung Ihres Hauses ausgesucht?" 

Es gibt in Deutschland mehr als 400 Sparkassen, unzählige Volksbanken und auch genügend Privatbanken, Hypothekenfinanzierer aller Art etc. Darunter sind auch viele, die ihren Sitz in Niedersachsen haben. Es stünde einem niedersächsischen Ministerpräsidenten eigentlich gut zu Gesicht, seine Geschäfte "im Ländle" zum Wohle seiner Untertanen zu tun. Warum also wich Wulff aufs schwäbische Ländle aus? Warum suchte er sich ausgerechnet die Bank aus, die am ehesten den Anschein von Vorteilsnahme erweckt?

Und warum ging die BW Bank auf ein solches Darlehensgesuch überhaupt ein? Schließlich handelt es sich bei dieser Tochter der Landesbank Baden-Württemberg immerhin um ein öffentlich-rechtliches Kreditinstitut. Zwar keine Sparkasse im engeren Sinne, aber das Regionalprinzip der Sparkassenorganisation gilt auch für dieses Institut. Auf der Homepage dieser Bank heißt es deshalb:

Wir tragen den Namen des Landes, in dem wir arbeiten und sind als operativ selbstständige Einheit innerhalb der Landesbank Baden-Württemberg für die Geschäftsfelder des Privat- und Unternehmenskundengeschäfts mit besonderem Fokus auf das Mittelstandsgeschäft in Baden-Württemberg tätig.

Auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Stuttgart erfüllen wir für die LBBW auch die Aufgabe einer Sparkasse. Im Rahmen dieser Aufgaben bietet die BW-Bank alle Arten von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften an.

Unsere Kunden und Partner schätzen es, dass wir als regionale Bank dem Land verpflichtet sind.

Hausfinanzierungen in Niedersachsen gehören demnach eindeutig nicht zu den Kernaufgaben dieser Bank!

Beide Parteien dieser außergewöhnlichen Finanzierungskonstruktion hätten demnach eigentlich gar nicht zusammenfinden sollen. "Cui bono" - wem nützt es? Der Anschein, dass es bei dieser Finanzierung einer nicht-privaten Hintergrund gibt, drängt sich geradezu auf.

Lieber Herr Bundespräsident, sie können 400 Fragen beantworten. Mir würde die Antwort auf eine einzige schon genügen, auf deren Beantwortung interessanterweise unsere Mainstream-Journalisten nicht bestehen! Ob Herr Wulff sie geben könnte? Ich bezweifle es.

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