Vom Virus weitgehend unbeeindruckt

Drucken

Das Geschehen rund um die Ausbreitung des neuen Corona-Virus hält die Menschen weltweit und in Europa in Atem. Der neue Ausbruchsherd in Italien stellt die Wirtschaft und die Regierung dort vor große Herausforderungen. Für die Anleger ist dies aber noch nicht der Auftakt in eine neue Runde der Euro-Unsicherheit.

Das neue Corona-Virus hat mit Italien ein Land in der Eurozone besonders getroffen, welches ohnehin zumindest ökonomisch vor großen Herausforderungen steht. Die Sorge ist, dass es zu deutlichen Produktionseinschränkungen durch das Virus kommt, welches besonders in der wirtschaftlich starken Region Lombardei wütet. Aus Sicht der von sentix befragten Anleger ist diese Entwicklung aber bislang kein Grund zur Sorge über die Stabilität der Eurozone. Der sentix Euro Break-up Gesamtindex steigt nur unwesentlich auf 5,77%. Auch der Teilindex für Italien verändert sich nur wenig.

sentix Euro Break-up Index: Euroland Gesamtindex und Teilindex Italien

sentix Euro Break-up Index: Euroland Gesamtindex und Teilindex Italien

Gleiches gilt für alle anderen Staaten, bei den Griechenland aktuell durch ein mögliches Wiederaufflammen der Flüchtlingskrise besonders in den Mittelpunkt rückt. Aber auch hier sehen die Anleger noch keine Rückkehr der Unsi-cherheit.
Doch in der Frage der Euro-Stabilität gilt leider das Gleiche wie beim Corona-Virus: eine Ansteckungsgefahr besteht leider nach wie vor. Das Risiko der Ansteckung bleibt mit 35% auch in Sachen Eurokrise leider im „gelben Bereich“.

Hintergrund

Der monatlich erscheinende sentix Euro Break-up Index wird seit Juni 2012 jeweils in der vierten Woche eines Monats erhoben und am darauffolgenden Dienstagmorgen veröffentlicht. Die befragten Anleger haben die Möglichkeit, bis zu drei Länder zu nennen, mit deren Euro-Austritt sie innerhalb der nächsten zwölf Monate rechnen. Weitere Details zum sentix Euro Break-up Index sowie aktuelle Werte finden Sie unter https://ebi.sentix.de.

Der aktuelle Wert des sentix Euro Break-up Index in Höhe von 5,77% bedeutet, dass zurzeit genau dieser Anteil der befragten Anleger mit dem Ausscheiden mindestens eines Landes aus der Eurozone innerhalb der nächsten zwölf Monate rechnet. Seinen vorläufigen Höchststand hatte der sentix EBI mit 73% im Juli 2012 erreicht. Sein Minimum stammt mit 5,205% aus dem November 2019.

An der aktuellen Umfrage, die vom 27.02.2020 bis zum 29.02.2020 durchgeführt wurde, beteiligten sich rund 1.000 pri-vate und institutionelle Anleger.

We use cookies to personalize our content, to auto-login to our website and to improve your experience when using it. Cookies used for the essential operation of the site (authorization, language setting or user-security) have already been set. To find out more about the cookies we use and how to delete them, see our privacy policy.

I accept cookies from this site.

EU Cookie Directive Module Information