Keine Entwarnung für den Euro

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Die neueste Umfrage zum sentix Euro Break-up Index, durchgeführt unmittelbar nach den überraschenden Gipfel-Beschlüssen der Euro-Regierungschefs am letzten Freitag, brachte ein ernüchterndes Ergebnis für die Rettungspolitiker. Die rund 1.000 von sentix befragten Investoren sehen das Risiko, dass innerhalb von zwölf Monaten mindestens ein Land die Eurozone verlässt, kaum geringer als vor einer Woche!

55,25% - das ist der aktuelle Wert des neuen sentix EBI. Das heißt, rund 55% der Anleger erwarten, dass mindestens ein Land binnen eines Jahres aus dem Euroraum ausscheidet. sentix hat in dieser Woche die Befragungsmethodik leicht geändert. So wurden die Anleger gebeten, zusätzlich anzugeben, welche maximal 3 Länder zu den Austrittskandidaten gehören.

Wie schon in der Vorwoche zeigt sich, dass Griechenland das Hauptproblem der Eurozone bleibt. 94,5% der institutionellen Anleger, die mit einem Auseinanderbrechen der Eurozone rechnen, erwarten Griechenland als Austrittskandidaten. Bei den Privatanlegern sind es ebenfalls 90,3%. Dadurch das mehr als ein Land genannt werden konnte, wird besser sichtbar, wo weitere Schwachstellen der Eurozone liegen. Hier sticht vor allem Zypern ins Auge. Rund 25% der Befragten erwarten einen Austritt Zyperns. An dritter Stelle der Liste der Sorgenkinder steht Portugal mit 13,35%. Die feingliedrige Auflistung der weiteren Austrittskandidaten erlaubt sentix die Berechnung eines Indikators, welcher den Grad der Ansteckung innerhalb der Eurozone misst. Diese Indikator wurde mit 44,1 auf einer Skala von 0 bis 100 ermittelt. Ein Vergleichswert existiert hierfür nicht.

Der sentix Euro Break-up Index wird künftig monatlich in der letzen vierten Woche eines Monats, parallel zu den sentix Positionierungsdaten, erhoben und am darauffolgenden Montag veröffentlicht. Details und aktuelle Werte finden Sie unter http://ebr.sentix.de

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